Faszination Destiny 2 - Ein Erfahrungsbericht nach 1'000 Stunden Spielzeit

2014 sass ich aufgeregt zu Hause und startete zum allerersten Mal Destiny. Als begeisterter Halo Fan war es klar, dass ich mir den neusten First Person Shooter von Bungie holen werde. Doch so richtig gepackt hat es mich nicht - es war ultra schwer die Story zu greifen.. War da überhaupt eine? Die Antwort ist ja, jedoch musste man sich die Geschichte rund ums Destiny Universum zusammen suchen. Als ich die Kampagne durchgespielt hatte, war mein Destiny Abenteuer auch schon wieder zu Ende. Der Funke ist nicht auf mich übergesprungen obwohl es wohl das Spiel mit dem Besten Gunplay war, welches ich je gespielt hatte. Leider liess ich mich auch von vielen Reviews beeinflussen, die allesamt enttäuschend ausfielen.

Heute bereue ich, dass ich nicht weiter gespielt habe.. Denn es braucht mehr als die Kampagne um zu verstehen, weshalb Destiny fasziniert.


Pressebild Destiny 1

Ein Neuanfang mit Destiny 2


6 Jahre sind nun vergangen und ich habe soeben die 1'000 Stunden in Destiny 2 überschritten. Was ist passiert? Als ich mich Ende März während dem Lockdown dafür entschieden habe Content für Playerz Only auf Twitch zu produzieren stellte sich auch die Frage, mit welchem Genre ich starten werde? Zu dieser Zeit hatte ich länger keinen First Person Shooter gespielt und war eher auf der RPG Schiene unterwegs. Ich überflog meine Spielebibliothek und da fiel mir Destiny ins Auge. Ich erinnerte mich an das fantastische Gunplay und die tolle Sci-Fi Atmosphäre. Ich beschloss dem Spiel nochmals eine Chance zugeben.


Mittlerweile war Destiny 2 erschienen, welches wenn ich ehrlich bin voll und ganz an mir vorbei gegangen ist. Liegt aber auch daran, dass ich mich auch hier von den durchschnittlichen Reviews beeinflussen liess. Ein Fehler, wie sich später herausstellen sollte.


Pressebild Destiny 2 mit Cayde-6, Ikora und Zavala

Ich meldete mich also auf meiner Xbox One X an um Destiny 2 zu kaufen und war erstaunt als ich sah, dass es zum Free-to-Play Titel mutiert ist. Das ganze nannte sich nun Destiny 2 New Light. Das hat mich im ersten Moment sehr beeindruckt, da Destiny 2 ein herausragender Shooter ist, welcher auch grafisch sehr hübsch anzuschauen ist. Ich erstellte also meinen ersten Charakter bei welchem ich mich für den Warlock entschieden habe. Das war für mich in diesem Augenblick die speziellste Klasse und auch die interessanteste.

New Light begann mit einer kleinen Anfangsmission in welcher man von seinem Geist wiederbelebt und als Hüter wiedergeboren wurde. In einem eher mageren Tutorial flüchtete man auf den Turm, den Haupt-HUB des Spiels. Als kompletter Neueinsteiger wurde man hier ganz schön alleine gelassen - alles blinkte, es gab unzählige Quests, welche man verfolgen konnte, aber kein richtiges Tutorial. Hatte das Spiel keine Kampagne, welche den Einstieg erleichtert und einem die Story von Destiny 2 näher bringt? Ich war komplett überfordert und war kurz davor das Spiel wieder zu deinstallieren, da es mir einfach zu anstrengend war, mich überall reinzufuchsen.


Vereint euch, Hüter!


An diesem Punkt machte ich die erste Bekanntschaft mit der Destiny 2 Community. Natürlich gibt es auch in diesem Spiel schwarze Schafe, aber wo gibt es die nicht? Für mich persönlich kann ich allgemein festhalten, dass ich die Destiny 2 Community als super hilfsbereit empfinde. Ohne die Hilfe aus der Community hätte ich mich wohl nie im Spiel zurechtgefunden und würde heute wahrscheinlich über ein anderes Spiel berichten. Destiny 2 ist aber auch keine Erfahrung die man solo machen sollte. Dafür ist es schlicht und einfach nicht ausgelegt. Destiny 2 ist ein MMO-Shooter den man mit seinen Freunden und anderen Hüter erleben muss. Es ist auch ein Spiel wo man tolle Bekanntschaften schliessen kann. Ich habe sehr viele Hüter kennengelernt, welche ich an meiner Seite in den vielfältigen Aktivitäten im Spiel nicht mehr missen möchte.


Destiny 2 Community Halloween Event Turm

Seit der letzten grossen Erweiterung Beyond Light, welche im November dieses Jahres erschienen ist, wurde der Einstieg im Vergleich zu New Light um einiges vereinfacht. Das liegt auch daran, dass einiges an Content verschwunden ist. Man wird nicht mehr komplett erschlagen von all den Quests und Möglichkeiten, welche Destiny 2 bietet. Vieles wurde vereinfacht und besser gemacht - so auch die Einstiegsquest im Kosmodrom, welche nun ein viel besseres Tutorial darstellt. Trotz dem einfacheren Einstieg kommen Neueinsteiger nicht um die Hilfe von erfahrenen Spieler herum. Zu komplex ist das gesamte Konstrukt rund um Destiny 2.


Ich persönlich bin froh, dass ich noch vor Beyond Light eingestiegen bin, da ich die alten Kampagnen noch erleben durfte. Die waren übrigens im Hangar auf dem Turm versteckt. Diese Info kriegte man zufällig in einem Ladescreen mitgeteilt. Aber es waren nicht nur die alten Kampagnen, weshalb ich froh war im Frühsommer eingestiegen zu sein, sondern auch all die Planeten und ihre Aktivitäten, welche nun von der Dunkelheit verschluckt worden sind.


Destiny 2 ist ein einzigartiges Shooter Erlebnis


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